Bei QR-Codes muss jeder Artikel einzeln gescannt werden, wobei das Etikett frei sichtbar sein muss. Mit RFID kannst du Dutzende von Artikeln auf einmal scannen – sogar in einem geschlossenen Flightcase – und der Lagerstatus des Materials wird in Rentman in Echtzeit aktualisiert. In diesem Artikel erklären wir den täglichen Workflow im Lager und wie du das Beste aus RFID herausholst.
Die wichtigsten Vorteile:
- Mehrere Artikel gleichzeitig scannen, ohne das Case zu öffnen. Zum Beispiel 100 Kabel in einem Flightcase in etwa drei Sekunden.
- Bis zu 18-fache Effizienzsteigerung im Vergleich zum manuellen Scannen.
- Echtzeit-Statusmeldungen beim Aus- und Einbuchen.
- Rückgaben aus mehreren Subprojekten können gleichzeitig verbucht oder ausgebucht werden.
Bevor du loslegen kannst
- Alle Materialien sind mit Tags versehen, die in Rentman verknüpft sind.
- Der Zebra-Scanner ist aufgeladen, mit dem WLAN verbunden und die RFID-Halterung ist angebracht.
- Die Rentman-App ist auf dem neuesten Stand.
- Deine Materialdatenbank ist auf dem neuesten Stand (Bestände, Seriennummern und Inhalt der Kombinationen).
Material ausbuchen (Packing)
- Öffne die Rentman-App auf dem Zebra-Scanner oder dem Smartphone und navigiere zum Modul „Lager“. Der Lieferschein wird direkt in der App angezeigt.
- Wähle das Projekt aus, das du ausbuchen möchtest.
- Suche das für das Projekt aufgeführte Material zusammen und lege es im Vorbereitungsbereich bereit. Mit Tags versehene Gegenstände können direkt in das Flightcase gepackt werden. Diese müssen nicht einzeln gescannt werden.
- Betätige den oberen Auslöser am RFID-Lesegerät, um den Scan zu starten. Halte ihn gedrückt, um weiterzuscannen, und lasse ihn los, um den Scan zu beenden.
- Prüfe die Ergebnisse im RFID-Scan-Modul. Die Artikel dieses Projekts werden als gescannt angezeigt, und zusätzliche oder fehlende Artikel werden sofort hervorgehoben. Füge dem Projekt mit einem Klick weitere Artikel hinzu oder wische bei einem Artikel nach links, um ihn aus der Liste zu entfernen.
- Wenn du Kombinationen verwendest, musst du deren QR-Code scannen, bevor du das Material in der Kombination scannst.
- Falls die Kombination noch versiegelt ist, öffne sie und scanne den QR-Code erneut, um dann den tatsächlichen Inhalt in der Kombination zu scannen.
- Unten auf dem Bildschirm wird nun angezeigt, dass die Kombination geöffnet wurde. Du erhältst eine Übersicht, welches Standard-Material darin enthalten sein sollte.
- Nun kannst du mit dem Scannen der RFID-Tags beginnen und prüfen, ob sie mit den Standarddaten übereinstimmen.
- Wenn ja, klicke auf „Buchen“.
- Wenn die Kombination vollständig ist, kannst du sie wieder versiegeln und über den QR-Code an einen beliebigen anderen Ort buchen.
- Bestätige das gescannte Material. Rentman aktualisiert den Status automatisch, zum Beispiel zu „Am Veranstaltungsort“, „Verladen“ oder einem benutzerdefinierten Status.
- Du kannst das Material jetzt für den Transport verladen.
Material zurückbuchen (Rückgabe)
- Wähle im Modul „Lager“ das Projekt oder die zugehörigen Subprojekte für die Rückbuchung aus.
- Betätige den Auslöser und scanne die zurückgegebenen Artikel oder Flightcases, während das Material ausgeladen wird.
- Bei Kombinationen kannst du auf die drei Punkte in der oberen rechten Ecke der App oder im Browser tippen, um Kombinationen: Siegel öffnen und entleeren auszuwählen. Deine Kombinationen werden geleert und du kannst nun deren Inhalt scannen.
- Lass etwas Platz, um dein Material in die richtige Kombination zurückzuscannen.
- Scanne den QR-Code auf dem Flightcase, um die Kombination zu öffnen.
- Halte nun den oberen Auslöser gedrückt, um die Funktion „RFID scannen“ zu starten. So kannst du sehen, ob sich diese Artikel auch tatsächlich in dieser Kombination befinden sollten.
- Sobald du damit fertig bist, verbuche das Material in der Kombination.
- Scanne den QR-Code erneut, um die Kombination zu schließen, und tippe anschließend auf dem Scanner auf „Kombination versiegeln“.
- Bestätige, um den Status in Rentman zu aktualisieren, zum Beispiel auf „Zurückgegeben“ oder „Im Lager“.
Best Practices
- Platzierung der Tags: Lege keine Metallgegenstände direkt übereinander.
- Kabel und Zubehör: Sichere RM2- und RM3-Hardtags mit einem Schrumpfschlauch.
- Metalloberflächen: Verwende On-Metal-Tags (RM7-Aufkleber, RM8-Hardtag) für Aluminiumrahmen und Metallgehäuse.
- Flightcases: Überprüfe, ob der tatsächliche Inhalt mit dem erwarteten Inhalt übereinstimmt, bevor du das Case schließt.
- Scanumgebung: Wir empfehlen, in einem freien Raum von etwa 3 × 3 Metern zu arbeiten. So kannst du ungehindert und ohne Störungen scannen.
Zielmaterial scannen
- Sorge für einen physischen Abstand zwischen dem Projekt, das du scannst, und anderen mit RFID-Tags versehenen Artikeln. RFID liest durch Gehäuse hindurch und hat eine Reichweite von mehreren Metern.
- Scanne in kürzeren Intervallen und überprüfe die Liste nach jedem Intervall, anstatt einen langen, kontinuierlichen Scan durchzuführen.
- Entferne versehentlich gescannte Artikel, indem du vor der Bestätigung nach links wischst.
Troubleshooting
- Artikel nicht erkannt: Überprüfe die Position und den Zustand des Tags und verknüpfe das Tag bei Bedarf erneut in der App.
- Zusätzliche Artikel erkannt: Füge sie mit einem Klick zum Projekt hinzu oder lege sie wieder ins Regal zurück.
Häufig gestellte Fragen
Ja, wenn das Flightcase aus Holz ist und sich in Reichweite des Lesegeräts befindet. Fahre mit dem Lesegerät über das Case und vergewissere dich, dass alles erfasst wurde. Das Tag lässt sich besser lesen, wenn du das Lesegerät hin und her bewegst.
Nein, RFID funktioniert bei Rentman nur mit Handgeräten. Schranken werden derzeit nicht unterstützt. Wende dich bei Fragen an das Geartracking-Team.
RFID-Tags sind zwar robust, aber es kann trotzdem mal passieren, dass sie sich lösen oder beschädigt werden. Belasse das Tag entweder am Material oder entferne es und bringe anschließend ein neues Tag an. Wir empfehlen, beschädigte Tags im System zu kennzeichnen und vor Ort mit Klebeband zu markieren, damit du weißt, bei welchem Material das Tag fehlt.
Ja, Lagermitarbeiter können die App auch ohne Power-User-Lizenz nutzen. Die einzige benötigte Lizenz ist die „Inventory“-Lizenz mit der Erweiterung „Materialtracking“.